Grauzone

 

Experimentelle Fotografie und Zeichnungen von Elsa Becke

 
Elsa Becke ist vielseitig engagiert im politisch-bürgerschaftlichen sowie im kirchlichen Umfeld, als Chorsängerin und als bildende Künstlerin. Gleichwohl hat sie - sowohl auf dem Gebiet der experimentellen Fotografie als auch auf dem der Zeichnung - eine zwar je eigene, im Vergleich aber durchaus auf eine gemeinsame Grundlage verweisende Bildsprache entwickelt.
 
In ihren verhaltenen, poetischen, rätselhaften, geheimnisvollen Bildern arbeitet sie mit Nuancen, mit feinen Hell-Dunkel-Unterschieden, mit Crescendi und Decrescendi. Gesehenes aus der realen, materiellen Welt ist Ausgangspunkt ihrer Arbeit, verwandelt und verselbständigt sich im Bild zu einer Metapher der Erinnerung und Ahnung. Elsa Becke beherrscht ihr „Handwerk“, sie nutzt professionell die Möglichkeiten des Mediums, aber sie vermeidet das Spiel mit künstlichen Verfremdungseffekten, bleibt vielmehr nah an der gesehenen und erlebten Realität und lotet den Spielraum im Spannungsfeld beider Dimensionen aus. Sie will die rasend gewordene Zeit anhalten und sagt: "Das langsame Betrachten bewirkt eine Verwandlung unseres Sehens, Zeit dehnt sich."
 
1951 in Heidelberg geboren hat Elsa Becke sich ab 1990 die Grundlagen der Malerei angeeignet, 1995 bis 2002 dann Studienkurse an der Europäischen Akademie Trier absolviert und sich dann intensiv mit den gestalterischen Möglichkeiten der Fotografie beschäftigt. Sie hat in etlichen Ausstellungen in der Region ihre Arbeiten gezeigt, so u.a. in der „Radiale“ des Rhein-Neckar-Kreises. Seit 2002 ist sie Mitglied der GEDOK Heidelberg.